Mein Schwangerschaftstagebuch – zweites Trimenon

Es rührt sich was!

Gut, zugegeben, dieser Eintrag ist nicht ganz tagesaktuell. Es rührt sich schon eine ganze Weile was. Schon seit der 14. Woche spüre ich, trotz Plazenta an der Vorderwand, dieses Mal die Bewegungen. Viel früher als letztes Mal, aber man weiß ja mittlerweile, wie sich das anfühlt und hält das Ganze nicht mehr für ein Magengluckern … Erst leicht wie ein Schmetterling, dann immer kräftiger. Erst sehr selten, dann immer häufiger.

Und seit heute, und damit wird es doch noch tagesaktuell, können es auch der Papa und der große Bruder ganz deutlich sehen. Da wird so heftig gegen die Bauchdecke gestrampelt, dass man fast ein Füßchen erkennen kann.

Gegen Tritte nach oben ist auch wenig zu sagen, das freut eher, denn endlich wird klar „Da ist wirklich jemand drin“, der große Bruder ist entzückt und verteilt Küsschen auf die Ausbeulungen, der Papa kriegt diesen leicht entrückten „ich bin stolzer Vater“-Ausdruck (den der Herr auf dem Foto recht deutlich demonstriert :-) ). Aber auf die mehr oder weniger gezielten Tritte in Richtung Blase könnte ich auch dieses Mal wieder gut und gerne verzichten. Leider haben da scheinbar meine Kinder ein Faible dafür …

Richtig lustig wird es allerdings noch ein wenig später. Dann nämlich, wenn sich an der eigenen Bauchdecke ganz deutlich ein kleines Knie oder ein Ellenbogen oder ein Kinderpo abzeichnet. Manchmal bildet man sich ein, auch einen Hinterkopf erkennen zu können. Das ist so die Zeit, in der selbst flüchtig Bekannte oder sogar völlig Fremde fasziniert und entrückt auf den Bauch starren und einen allerlei Personen ansprechen mit dem Ansinnen „Darf ich vielleicht mal anfassen?“. Mich persönlich hat das nie gestört, im Gegenteil, es freut mich, wenn meine Umgebung sich so mitfreut an diesem kleinen Wunder.
Selbst gestandene, langjährige Geburtshelfer können sich dem scheinbar nicht entziehen, zumindest habe ich beim letzten Mal erlebt, dass eine etwas bärbeißige Hebamme und ein Hüne von Frauenarzt beim Anblick heftiger Wellenbewegungen an der Bauchdecke entzückte Schreie ausgestoßen haben.

Foto © Anja Roesnick – Fotolia.com

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