Darf ich vorstellen: Katja Muggli

Katja Muggli ist Grafik Designerin und ich bin ein Fan von quasi all Ihren Arbeiten. Katja hat unseren Liebkind Shop und das Logo designt und das ist wirklich gelungen. Katja arbeitet in den Bereichen Print, Web und macht wunderschöne Illustrationen. Sie ist ausserdem eine leidenschaftliche Bloggerin mit Ihrem eigenen Blog www.knallpink.de, und und und….

Und hier ist das Interview mit Katja…

Du bist eine kreativer Kopf, da drängt sich mir die Frage auf „ist dein Schreibtisch kreative zugemüllt oder akkurat aufgeräumt?“

Ich bin von Natur aus eher unordentlich, versuche aber vor allem in der Arbeit ordentlich zu sein. Ich bin ein riesengroßer „To-Do-Listen-Schreiber“ und versuche sehr strukturell und aufgeräumt an die Sachen ran zu gehen. Leider, leider ist der Schreibtisch am Ende des Tages ein reines Schlachtfeld. Alle 2 Tage räume ich alles auf um 2 Tage später wieder von vorne anzufangen. Es ist ein Graus.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag aus, als freie Grafik Designerin und Mutter?

Um 6:30 klingelt der Wecker und wird bis manchmal 7:30 eisern ignoriert. Dann stehe ich auf, mache das Radio an, setze Tee auf und mache Frühstück. Schnell unter die Dusche, danach wird das Kind geweckt, jeder zieht sich an, ich schminke mich während das Kind in seinem Zimmer rumgruschelt. Dann wird gegessen, angezogen und in den Kindergarten gegangen. Ca. 3 mal die Woche gehe ich zum Powerwalken in den Schlosspark, oder Kaffeetrinken mit ein paar Freundinnen. So um 10 sitze ich dann am Rechner und beginne meine Arbeit. Manchmal schiebe ich auch die Hausarbeit dazwischen, oder erledige den Einkauf. Dann variieren die Nachmittage – hat das Kind einen langen Kindergartentag arbeite ich bis kurz vor 5, hat es einen kurzen Tag treffen wir Freunde, gehen in den Musikunterricht oder zu Capoeira. Um 6 Uhr gibt es Abendbrot, Sandmännchen und Buch lesen und um 7 geht das Kind ins Bett. Ich räume die Küche auf und setze mich noch einmal bis ca. 22:00 an den Rechner – das ist zumindest meine eigens auferlegter Arbeitsstop – meistens wird es doch halb 12. Dann gehe ich ins Bett und versuche zu lesen, nach 1 Seite nicke ich weg…

Du arbeitest an den verschiedensten Projekten. Illustrierst Kochbücher, entwirfst Einladungs- und Geburtskarten und gestaltest Webseiten. Woher nimmst du deine Ideen?

Hmmm. Das kommt immer drauf an. Habe ich ein Projekt mit bestimmten Vorgaben setze ich mich erst einmal mit dem Produkt auseinander, mache mir Stichpunkte, Skizzen, recherchiere im Internet. Bei Illustrationen ist es meistens so wie schon in meiner Kindheit, ich setze den Stift an und zeichne drauflos, meistens ist die erste Skizze schon das Endergebnis. Ich schmökere viel in Designbüchern und auf Blogs und halte die Augen auf, vor allem wenn ich in anderen Ländern bin. Einmal im Jahr fliege ich nach London und dort nehme ich mir immer die Zeit in Supermärkten die Verpackungen der Produkte anzuschauen und die Logos, Tüten und Speisekarten von Läden und Restaurants. Die Engländer haben einen tollen Stil wie ich finde. Ich sammel alle Visitenkarten, die mir in die Finger kommen und ich liebe vor allem alte und schön typografierte Leuchtschriften, die sind immer eine schöne Inspiration für Logos oder für Headlines von Büchern und Flyern.

Du blogst ausserdem in deinem eigenen Blog www.knallpink.de über deine Arbeiten, deine Leben und was dir sonst so lieb ist. Hast du einen Lieblingsblog (ausser deinem eigenen) ?

Ich habe mehrere Lieblingsblogs die ich fast täglich besuche:

www.sandrajuto.blogspot.com – eine schwedische Grafik-Designerin die schöne Fotos macht und bald nach Berlin zieht!

http://frangry.tumblr.com/ – eine böse New Yorkerin

http://www.freundevonfreunden.com/ – tolle Einblicke in die Wohnungen und das Leben von Künstlern

http://abeautifulmess.typepad.com/my_weblog/ – Design und Co von der charmanten Elsie

http://clientsfromhell.net/ – lustige Geschichten aus dem Leben von Grafik- und Webdesignern

http://nieandyou.blogspot.com/ – Der Blog von meiner Blogger-Freundin Stephanie und mir auf dem wir noch bis Ende des Jahres jeden Morgen ein Foto aus unserem Leben posten

Die Fotokabine“ ist ein Projekt, das du zusammen mit Mandy Zerry ins Leben gerufen hast. Euch kann man für Veranstaltungen buchen. Was kann man sich unter der Fotokabine vorstellen?

Wir nennen uns zwar “Fotokabine” , da die Fotos an Fotokabinenfotos erinnern sollen in die man sich zu mehreren Personen reinquetscht um lustige Fotos zu bekommen, aber wir arbeiten ohne so eine Kabine. Wir suchen uns in der Lokalität einen hübschen etwas ruhigeren Platz und bauen dort unsere Lampen und den Hintergrund auf. Dann begrenzen wir den Fotoausschnitt so dass die Leute wissen in welchem Radius sie sich bewegen können. Dann geht es auch schon los. Die Gäste dürfen sich selbst mit oder ohne Accessoires ausstatten (diese zeichne, drucke und schneide ich aus), bekommen den Selbstauslöser in die Hand und dürfen alleine oder zu mehreren – der bisherige Rekord waren 14 Leute – so viele Fotos machen wie sie lustig sind. Ein Heidenspaß auf jedem Fest und eine schöne Erinnerung!

Du bekommst ja Aufträge aus den unterschiedlichsten Bereichen? Was war der schrägste Auftrag, den du je bekommen hast?

Die schrägsten Aufträge sind eigentlich immer die: Der Kunde ruft um 21 Uhr Abends an: „Hallo Katja, kannst du mir ein Logo (wahlweise auch: Flyer, Poster etc.) gestalten? Heute noch?“

Und ansonsten habe ich schon einen Flyer für eine Magensaftmaschine, die Hochzeitseinladung für Horst Lichter, ein Logo für gestütze Kommunikation und ein Büchlein über eine Kakawurst gemacht. Alles sehr abwechslungsreich…

Liebe Katja, vielen Dank für das nette Interview. Für alle, die mehr wissen wollen. Einfach Katja´s Blog oder Webseite besuchen.

www.knallpink.de

http://www.katjamuggli.de

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