Darf ich vorstellen: Tugba von Green Astronaut

Tugba ist die Frau, die hinter Green Astronaut steht. Das Münchner Label hat sich auf lässige Kinderkleidung spezialisiert, die ökologisch und fair hergestellt wurde. Ökologische Baumwolle, faire Bezahlung der Arbeiter, zertifiziert durch das GOTS Label sind selbstverständlich für die Macherin von Green Astronaut. Die Modelle stehen für einen lässigen Style, mit witzigen Details, wie bunte Reißverschlüsse, und sind alle Kinder Alltags-tauglich.

Ich habe für euch hinter die Kulissen von Green Astronaut geblickt und ein paar Fragen gestellt:

Tugba, du bist die Gründerin und kreativer Kopf von Green Astronaut. Wie kamst du dazu ein Kindermodelabel zu gründen und wie ist der Name entstanden?


Gegründet habe ich green astronaut letztes Jahr, aber die Idee entstand kurz nach der Geburt meiner Tochter 2010. Am Anfang hatte ich nur den Wunsch schöne bequeme und gesunde Kleidung für Sie und meinen 4 jährigen Sohn herzustellen, die praktisch und bio sind, und wollte dann auch kleine Mengen online verkaufen. Aber das Ganze hat dann eine Eigendynamik bekommen und ist dann doch größer geworden als geplant. Jetzt bin ich selbstständig und die Idee ist zu meinem neuen Beruf geworden.

Der Name “green astronaut” ist eigentlich aus dem Bauch heraus entstanden. ”green”, weil grün einfach für Bio steht.”astronaut” war einfach ein spontaner Einfall. Ich wollte auch eine Figur dazu entwerfen, mit denen Kinder auch etwas anfangen können. Meine Mode ist ja auch für Kinder und green astronaut kommt bei unseren Kleinen super gut an. Auch, wenn ich sonst alles in deutsch halte, konnte ich mich von diesem englischen Namen nicht trennen. Er passte einfach so gut. Das kleine Männchen und seine Mission von der sauberen Welt.

In deinem „früheren“ Leben warst du Innenarchitektin. Jetzt entwirfst du Kindermode. Kannst du Parallelen zwischen deinen beiden Berufen ziehen?

Diese Berufe scheinen entfernt zueinander zu sein aber haben doch sehr viel gemeinsam.

Auch in der Baubranche baut man heute sehr grün. Effiziente Heizungen, moderne Baumaterialien, die Solartechnik uvm. sind heute nicht mehr wegzudenken. Auch hier kann man sehr viel für unsere Umwelt tun. Und ich liebe schöne Architektur so wie ich schöne Bekleidung für Kinder (natürlich auch für Erwachsenen) liebe.

Designer müssen ja ständig neue Ideen haben, die sie dann bestenfalls in tragbare Modelle umsetzen. Was inspiriert dich für deine Kollektionen? Und wie viele entwickelst du in einem Jahr?


Das Motto lautet: Praktisch und schön für Eltern und Kinder. Ich liebe es mir schöne Dinge anzusehen. Und freu mich jedes Mal über gelungenes praktisches Design, egal ob Mode oder Architektur. Ich bin keine Fashionista, würde aber sagen eine Ästhetin. So sehe ich immer und überall viel Schönes und gestalte dann, was ich schön und praktisch finde.

Die Muster werden an meinen zwei Kindern und deren Freunden gestestet. Ich weiss schon viel, was Kinder an Kleidung nicht wollen.

Die Modelle sind alle nachhaltig, also aus ökologischen Materialien hergestellt. Wo findet die Produktion statt und bist du dort selber vor Ort?

Die Produkte von green astronaut lass ich in der Türkei produzieren. Das Land ist einer der wichtigsten Bio-Baumwoll Hersteller und somit war für mich klar, dass meine Herkunft hier natürlich ein Vorteil ist. Viele namhafte grüne Hersteller lassen dort ihre Produkte fertigen

Das Besondere an green astronaut ist, dass nur GOTS zertifizierte 100 % reine Bio Baumwolle verwendet wird. Das heißt: Vom Anbau der Baumwolle, der Verarbeitung vom Faden bis zum fertigen Stoff, dem Färben und Nähen bis zum Etikett, ist alles ökologisch und ethisch sauber. Ich habe mich vom Anbau der Baumwolle der Produktion bis zur Abnahme persönlich vor Ort überzeugt. Ich arbeite immer mit denselben Unternehmen zusammen die GOTS und andere wichtige Zertifikate haben. Außerdem bin ich bei jeder neuen Produktion für die letzte Korrekturen vor Ort.

Das zweite ist der Preis. Biomode für Kinder ist sehr teuer. Wir schlagen nicht mehr drauf als sein muss und wollen das unsere Kindermode bezahlbar ist und auch bleiben soll. Kein Öko-Look, aber auch kein Öko-Luxus.

Warum musste es ein „grünes“ Kindermode Label sein?


Für diese Entscheidung gibt es viele Gründe. Einer der Gründe ist das es nicht viel Auswahl an grüner, moderner und praktischer Mode nach meinen Wünschen für meine Kinder gab. Also wollte ich das ändern und habe selber ausprobiert. Das kam bei allen die meine Kreationen gesehen haben sehr gut an. Das stärkte mich sehr in meinem Vorhaben und ich wusste daß ich was wichtiges Beitragen will.

Ich wollte von Anfang nur „grüne“ Produkte weil ich weiss wie es in den Sweatshops aussieht, ich will keine Ausbeutung von Arbeitern speziell von Kindern, keine Gifte… eine gerechte und saubere Welt. Ein kleiner Beitrag…

Du bist ja nicht „nur“ Unternehmerin, sondern auch Mutter. Wir bringst du diese beiden Anforderungen unter einen Hut?

Jeder Tag ist eine Herausforderung. Jede Mutter die Berufstätig ist weiß das. Morgens die Kinder in die KiTa anschließend gleich ins Büro. Am Nachmittag die Kinder wieder abholen. Kinderzeit bis maximal 21.00 Uhr. Ein wenig Abschalten, wenn ich noch fit bin beantworte ich noch e-Mails. Spätestens 23 Uhr ist für mich auch Schluss. Mein Mann ist in der Werbebranche und wie ich auch selbstständig. Er hilft mir viel im Marketing. Als „selbstständige Familie“ sind wir natürlich sehr flexibel. So kann ich auch mal länger arbeiten.

Liebe Tugba, vielen Dank für das nette Gespräch! Es war mir eine Freude!

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Mein Schwangerschaftstagebuch – zweites Trimester

Wie sag ich’s bloß den anderen?

In jeder Schwangerschaft kommt immer der Punkt, an dem man anderen Menschen verraten muss, dass man nun als „two in one“ unterwegs ist. Sei es, weil man liebe Menschen einweihen möchte, sei es, weil es schlicht zu offensichtlich wird oder aber aus arbeitsrechtlichen Gründen – leicht ist es nicht immer.

Der/die erste, der es erfährt, ist naturgemäß oft der Arzt bzw. die Frauenärztin. Die haben nun kein persönliches, sondern maximal ein professionelles Interesse daran, dennoch könnte ich persönlich auf das gelangweilte „so so, dann schauen wir mal nach“ und das anschließende hingenuschelte „Herzlichen Glückwunsch“ + uninteressierten Händedruck gut und gerne verzichten. Irgendwie hat das bei mir jedes Mal eher einen peinlichen Effekt, der die Freude mehr dämpft als steigert.

Der wirklich erste aus dem persönlichen Umfeld ist natürlich der Partner und zukünftige Papa. Die Reaktionen sind da so unterschiedlich wie die Männer selbst und oft sehr überraschend. So hörte eine liebe Freundin, die es zusammen mit ihrem Mann bereits monatelang „versucht“ hatte, ein „ so, eine verdammte Sch***“, als erste Reaktion, und das war durchaus nicht rusikal-freudig gemeint. Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist da oft enorm. Wie durchaus nicht jede Frau durch’s Zimmer hüpft, sobald sie von ihrem Mitbewohner erfährt, so muss sich auch der ein oder andere Papa erst an den Gedanken gewöhnen, egal ob geplant oder nicht. Andererseits gibt es werdende Papas, die in Freudentränen ausbrechen, obwohl sich der Nachwuchs völlig überraschend ankündigt.
Wahrscheinlich macht es, wie bei jeder wichtigen Nachricht, unter anderem auch der richtige Zeitpunkt aus – am einfachsten geht es wahrscheinlich, wenn er beim Test dabei ist. Die gute Nachricht: Ist dieser Teil erst hinter einem, hat man fortan wenigstens Unterstützung, wenn es darum geht, Eltern, Schwiegereltern, Freunden und Verwandten die Nachricht zu überbringen.

Denn auch der Freundes- und Verwandtenkreis ist nicht immer die leichteste Übung. Kinderlose sind nicht durch die Bank begeistert, dass man in Zukunft nicht mehr so viele Gemeinsamkeiten und gemeinsame Zeit hat, ebenso geht es hin und wieder Menschen mit schon größeren Kindern. Ganz gefährlich kann es werden, wenn Freunde bereits lange Zeit „üben“ und man selbst mit der freudigen Nachricht allzu eifrig herausplatzt. Und dann gibt es auch noch jene, oft älteren Verwandten, die erwarten, dass Mama und Papa in spe mit Dauergrinsen unterwegs sind und die restlos enttäuscht reagieren, wenn beide noch ein wenig skeptisch wirken. In diesem Fall heißt die Devise „Augen zu und durch“.
Am besten, man überbringt Menschen, die einem gemeinsam wichtig sind, die Nachricht auch zu zweit.
Unvergessen ist bei uns übrigens der halb scherzhafte, halb ernst gemeinte Ausruf des zukünftigen Großvaters „Aber ich bin doch noch viel zu jung, um Opa zu sein!“

Dieses Mal hatte ich es im Überschwang der Gefühle einigen nahen Freundinnen und Verwandten verraten, die in den meisten Fällen restlos begeistert waren (manchmal auch eher distanziert). Und so musste ich da dann nicht weiter aktiv werden, die Nachricht verbreitete sich „sozusagen“ von selbst.

So richtig schwierig kann es dagegen beim Arbeitsgeber werden. Im besten Fall freut sich dieser für einen, aber bitte auch nicht ZU sehr, sonst könnte das wieder verdächtig sein … Im schlechtesten Fall bekommt frau allenfalls ein mit säuerlichem Gesicht mühsam herausgepresstes „Herzlichen Glückwunsch“ zu hören.
Ich habe da leider noch kein Patentrezept gefunden. Weder die frühe und sehr überlegt-freundlich-sachliche Verkündung, noch die lange hinausgeschobene eher verdruckt mit schlechtem Gewissen vorgetragene waren wirklich erfolgreich. Wer da gute Erfahrungen und Ideen hat, gerne her damit! Meine Vermutung ist, dass es in Wahrheit gar nicht so sehr auf das „wie“ ankommt, sondern einfach das Arbeitsumfeld und die aktuelle Situation des Unternehmens entscheidend sind.

Nächstes Mal: “Eigentlich sollte ich doch glücklich sein”- Traurig in der Schwangerschaft

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Babykleidung selber machen

Babykleidung einfach mal selber machen

Frisch gebackene Eltern plagt nicht selten die Frage, wie man die Kleinsten am besten ankleidet. Vor allem „Bio Kleidung“ ist hierbei in aller Munde. Hinzu kommt, dass der Frühling fast vorbei ist und die wärmeren Tage nahen. Jeder weiss zwar, dass Babyhaut empfindlich ist und man sie vor Kälte und Sonneneinstrahlung schützen sollte, jedoch ein zu starkes Schwitzen möchte man dem Neugeborenen auch nicht antun. Wer dann auch noch den unbändigen Krabbeltrieb und Bewegungsdrang der Kleinen mit einkalkuliert und auf modische Komponenten Wert legt, kommt beim Einkauf geeigneter Babykleidung sehr schnell an seine Grenzen. Funktionalität, Bewegungsfreiheit und modische Trends müssen sich aber nicht unbedingt gegeneinander ausschließen. Moderne Eltern achten mehr und mehr darauf, dass auch das Baby stilsicher gekleidet ist, auch wenn es wohl schon bald aus den schönsten Sachen herausgewachsen ist.

Die Modeindustrie gibt sich die allergrößte Mühe die Wünsche junger Mütter zu befriedigen und bringt ganze Labels (mit oder ohne Biosiegel) und passende Produktlinien auf den Markt. Wer neben klassischer Babykleidung nach einer Alternative sucht, der kann sich diese auch selber gestalten. Bei Fun-Shirt24.com kann man neben normalen T-Shirts, Pullovern oder Jacken auch Babyshirts und Bio-Shirts, Strampler oder Mützen eigenständig bedrucken lassen. Auf dieser Seite findet man einige Beispiele zu diversen Babyshirts und wie Eigenkreationen aussehen können. Wer nicht nur sich sondern auch der Umwelt etwas Gutes tun möchte, wählt die Shirts mit Bio zertifizierter Baumwolle und aus fairem Handel. So kann man sicher sein, dass auch nur ökologische Materialien an die Haut kommen.

Wer möchte, kann innerhalb weniger Minuten verschiedenste Babyartikel erstellen und seine eigenen Ideen realisieren. So können neben den aktuellen Farben des Sommers auch witzige Statements, Texte oder Slogans aufgedruckt werden. Sprüche wie „I Love Daddy“ oder „Little Monster“ sind beliebig ausweitbar. Solche individuelle Kleidung steht nicht nur frisch gebackenen Eltern sondern eben auch den Kleinsten, zumal es auch später noch ein schönes Erinnerungsstück sein kann. Egal für welches Produkt man sich entscheidet, man sollte vor allem bei Babykleidung auf folgende Eigenschaften achten:

  1. Nur 100 prozentige Baumwolle neben und kein Replikat. Babyhaut ist zu empfindlich und reagiert schnell allergisch gegen zugemischte Stoffe.
  2. Sofern möglich, sollte man sich im Hinblick auf unsere Umwelt für „Bio“ zertifizierte Produkte entscheiden. Sogenannte „Organic Shirts“ sind meistens entsprechend gekennzeichnet.
  3. Der Stoff sollte elastisch sein, damit beim Spielen genügend Bewegungsfreiheit herrscht. Die ersten Schritte sollte nicht gleich wieder im Keim erstickt werden.
  4. Lieber ein bisschen größer kaufen, dann hat man länger etwas davon. Babys wachsen sehr schnell und sind im Handumdrehen reingewachsen.
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Mein Schwangerschaftsttagebuch – erstes und zweites Trimester

Die Sache mit den Launen

Es gibt Vorurteile, über die sollte frau eigentlich nicht sprechen. Weil sie zwar irgendwie wahr sind, aber eben doch nicht so richtig. Das Ding mit den Launen in der Schwangerschaft ist so eines. Ein klassisches Klischee. Nein, falsch, eigentlich gibt es sogar zwei Klischees dazu.

Das eine besagt, dass schwangere Frauen in sich ruhende, überglückliche, dauerlächelnde, auf rosa Wölkchen schwebende Engel wären.

Das andere meint, wir wären in diesen Monaten wütende, dauergereizte Nervenbündel, die wechselweise nach sauren Gurken oder Erdbeeren mit Senf verlangen – mit Vorliebe zu unpassendster Zeit, so dass der Liebste nachts um 12 zur nächsten Tanke mit Shop aufbrechen muss.

Zugegeben, ein bisschen was von beiden ist durchaus wahr. Stimmungsschwankungen und eine gewisse Grundgereiztheit im Wechsel mit Glücksgefühlen kenne ich aus beiden Schwangerschaften. Gerne werden dann als Generalschuldige „die Hormone“ genannt. Ich glaube an diese Begründung allerdings nur sehr bedingt. Denn, ganz ehrlich: Wem häufig schlecht ist, wer kurzatmig wird, wer immer weniger essen kann, ohne hinterher von Sodbrennen geplagt zu werden, wer Treppen zunehmend schwer hinaufkommt und schließlich sogar beim Sockenanziehen Verrenkungen machen muss, der neigt natürlich zu Muffeligkeit und Gereiztheit. Sorgen darüber, wie „es“ werden wird, gelegentliche Selbstzweifel u.v.a. wenig Schlaf, weil man besonders gerne von innen getreten wird, sobald man sich hinlegen möchte, tun ihr Übriges.

Das Ganze wechselt sich dann ab mit aufgeregter Freude auf das, was kommen wird, dem „Überraschungsei-Effekt“, impulsiven Muttergefühlen und Gefühlen von Harmonie und Ruhe. Gerade gegen Ende der Schwangerschaft kommt oft ein Gefühl von großer Ruhe oder zumindest “Wurschtigkeit” auf – man steht vor vollendeten Tatsachen, hat alles hundertmal durchdacht und nun ist ohnehin nicht mehr viel zu ändern.

Alles, das Gute wie das Schlechte, ist völlig normal in einer sich verändernden Lebenssituation und trifft so und ähnlich auch auf Pubertät, Berufs- und Wohnortwechsel sowie jede neue Beziehung zu. Eine Schwangerschaft ist ein Übergang und damit auch eine Zeit voller Unsicherheiten, Hoffnungen, Ängsten und Vorfreude. Die „Gefühlsdusche“ gehört dazu. Übrigens, natürlich abgeschwächt, da die körperlichen Symptome wegfallen, auch für den werdenden Papa.

Nächstes Mal: Wie sage ich es bloß den anderen?

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Mein Schwangerschaftsttagebuch – das erste Trimester

Eine runde Sache

Eigentlich hat man in den ersten drei Monaten ja noch keinen dicken Bauch. Ich aber schon. Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich schon vor der Schwangerschaft immer wieder mal gefragt wurde, ob ich denn schwanger wäre. Das lag vor allem an einigen Pfunden zuviel. Konnte ich vor der ersten Schwangerschaft noch essen, was ich wollte und hatte trotzdem „Bohnenstangenoptik“, musste ich nach der Schwangerschaft und Stillzeit einen Schokoriegel nur anschauen, und hatte schon 3 Kilo mehr.

Nun, in der zweiten Schwangerschaft, werde ich in den ersten Monaten Zeugin eines Phänomens: Ich werde immer dünner. Mangels Appetit nehme ich die ersten 4 Monate ab statt zu – nur um den Bauch rum nicht, der entsprechend immer kugeliger wird. Das bin ich nicht gewohnt. In der ersten Schwangerschaft habe ich rasant zugenommen, das aber recht gleichmäßig verteilt. Nicht schlecht, denn mit deutlichem Untergewicht ein Baby austragen, ist auch nicht unanstrengend.
Diesesmal geht es also bergab, fast, als wollte der Körper ausgleichen. Auf die Übelkeit hätte ich gut verzichten können, aber dieser Effekt ist nett. Denn noch einmal 20 Kilo mehr, wie in der ersten Schwangerschaft, wären deutlich ungesund gewesen.
Übrigens wächst die „Kugel“ bei den meisten Frauen in der zweiten Schwangerschaft schneller als in der ersten. Gerade, wenn man, wie ich, ein wenig faul bei der Rückbildung war, scheint alles schneller „auszuleiern“.
Einen Vorteil hat das: Ich kann nun die Frage, “Sag mal, bist Du schwanger”, guten Gewissens mit “Ja” beantworten, statt mit meinem raschen “nein, nein, ich bin nur so kugelig” den anderen in Verlegenheit zu stürzen.

Nächstes Mal: Das Übel mit den “Launen”

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Mein Schwangerschaftstagebuch – das erste Trimester

Da dreht’s einem den Magen um …

Ab heute schreibe ich eine Art Schwangerschaftstagebuch für euch. Im ersten Teil nun rückwirkend über die ersten Wochen.

Los ging es diesmal mit starken Unterleibsschmerzen und einem Brechanfall. Zur Frauenärztin bin ich mehr wegen der Schmerzen, an eine Schwangerschaft hatte ich nicht wirklich geglaubt. Da war ich am Ende der vierten Woche und die Frauenärztin gratulierte mir. Bei aller Freude, mir dagegen war gar nicht so wirklich zum Feiern zu Mute. Mir war speiübel und das sollte die nächsten Wochen so bleiben. Ein Zustand, den ich aus meiner ersten Schwangerschaft gar nicht kannte.
Nichts wollte mehr schmecken, jeder starke Geruch verursachte Magenkrämpfe.


Und während ich in der ersten Schwangerschaft auf einmal unbändige Lust auf „fleischliche Genüsse“ (und das nach 13 Jahren Vegetarismus) entwickelt hatte, dreht es mir nun, und das geht bis heute im mittlerweile Anfang 5. Monat so, schon beim bloßen Geruch eines Wienerles aus der Hand meines Sohnes den Magen um. Überhaupt ist jeder Anflug von Ekel ein großes Problem. Abputzen des Kinderpos? Geht gerade noch. Aber ein Malheur in der Hose wegmachen – das führt garantiert dazu, dass ICH schnellstmöglich Richtung Toilette eile. Dass es gerade mit mir, die es eigentlich vor gar nichts ekelt, so weit kommen kann, hätte ich nie gedacht.

Zusätzlich ich oft müde und „grantig“, dazu kommt noch das schlechte Gewissen: Sollte ich mich nicht gerade jetzt um diesen süßen kleinen Kerl besonders kümmern, der, seit er von dem Baby im Bauch weiß, dauernd Babys in Form von Plüschschweinen, Teddys und sogar einem Dinosaurer bekommt? Als Folge muss mein Mann mehr und mehr einspringen. Eigentlich wunderbar, denn nach der Geburt wird der dann „Große“ ein paar Tage ganz allein mit dem Papa verbringen müssen und meine volle Aufmerksamkeit kann er dann auch nicht mehr bekommen. Trotzdem, das schlechte Gewissen ist leider mein ständiger Begleiter.
Mein einziger Trost: So geht es anscheinend sehr vielen Müttern in der zweiten Schwangerschaft.

Falls ihr also Lust habt, könnt ihr mich gerne in der Schwangerschaft begleiten, euch mit mir und untereinander austauschen. Die nächsten Male geht es um die ersten „Klopfzeichen im Bauch“, um die leidige Frage „Junge oder Mädchen“ und um unangenehme Begleiterscheinungen der Schwangerschaft von „Hilfe, ich hab’ nichts mehr anzuziehen“, bis unangenehmen Begleiterscheinungen wie zu hohem Blutdruck und allen Ängsten, die werdende Mütter so durchleben.

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Erstausstattung – was braucht man wirklich?

Die Sache mit der Erstausstattung scheint werdenden Eltern oft wie ein unüberwindlicher Berg. Da soll ein Zimmer komplett eingerichtet, X verschiedene Sachen angeschafft und überhaupt, die gesamte Wohnung babygerecht verändert werden. Aber muss das wirklich sein?
Wenn man kurz überlegt, was ein ganz kleines Baby wirklich braucht, relativiert sich einiges. Ein aufwändig eingerichtetes Zimmer, selbstgenähte Vorhänge, ein neuer Teppich, liebvoll ausgesuchte Tapeten, Spielzeug und Co. interessieren einen Säugling noch wenig. Stattdessen braucht er Wärme, Schlaf, Milch und vor allem: viel Nähe zu Mama und Papa.
Zum Schlafen kauft man darum am besten ein Babybett, dessen eine Seite komplett heruntergelassen und so als „Beistellbettchen“ direkt an das Elternbett gestellt werden kann. Das erleichtert das Stillen und das Baby kann die Nähe seiner Eltern spüren – eines der wichtigsten Grundbedürfnisse eines Säuglings.
Um dieses Bedürfnis optimal zu stillen, empfiehlt sich darum auch die Anschaffung einer Trage für Säuglinge oder eines Tragetuchs mit dem man das Baby bei Bedarf auch gut in der Wohnung tragen kann. Wer nicht nur Tragen möchte, braucht noch einen Kinderwagen und natürlich eine Babyschale fürs Auto.

Das waren schon die vier größten Posten. Zusätzlich braucht man noch einige an die Jahreszeit angepasste Kleider – erfahrungsgemäß davon ziemlich viele Bodys – zwei Schlafsäcke, Bettlaken und eventuell ein Kirschkernsäckchen für wehen Bauch.
Sehr wichtig für werdende Eltern ist auch ein guter Satz Mullwindeln, die als Spuktuch, Wickelunterlage, Wischtuch und Notwindel vielseitig einsetzbar sind.
Windeln (Wegwerf- oder Stoff), eine Wickelunterlage, irgendeine Form von Eimer für die Windeln, ein Babyöl und eine Creme runden die Erstausstattung ab. Eine Wickelkommode muss nicht einmal wirklich sein, im Prinzip kann man eine einfache Wickelauflage nach Bedarf auf den Boden, das Bett oder das Sofa legen. Zum Verstauen von Kleidung und Co ist eine Kommode aber sicher nicht schlecht (es reicht aber auch ein leeres Fach im Familienschrank).
Eine Babybadewanne kann man anschaffen, aber das Baby badet genauso gern (oder ungern) im Waschbecken.
Milchpumpe und Waage kann man sich in nahezu jeder Apotheke leihen, wenn man sie denn brauchen sollte.
Es spricht gar nichts dagegen, z.B. die großen Posten wie den Kinderwagen gebraucht und damit günstiger zu kaufen. Wir zumindest waren erstaunt, wie unerwartet „günstig“ ein kleines Baby ist.

Erstaustattung:

1. Babybettchen, das an einer Seite geöffnet werden kann
2. Tragetuch/Trage (dabei auf breiten Steg achten!)
3. Kinderwagen (im Winter mit entsprechendem Sack)
4. Babyschale fürs Auto
5. 8 – 10 Bodys
6. 4 – 5 Langarm- oder Kurzarmshirts
7. 4 – 5 Strampler
8. eventuell ein Stubenhäubchen
9. im Winter 3 – 4 Strumpfhosen
10. 1 – 2 Jacken nach Jahreszeit
11. Mütze nach Jahreszeit dünn oder dick
12. im Winter Schal/Tuch und Handschuhe
13. 2 Schlafsäcke
14. Bettlaken
15. eventuell Kirschkernsäckchen
16. 10 Mullwindeln
17. Wickelauflage
18. Eimer für Windeln
19. Creme (z.B. Ringelblume)
20. Babyöl
21. eventuell eine Babybadewanne
22. eventuell Fläschchen

Bild: © Kitty – Fotolia.com

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Zähne putzen – ab wann?

Die Frage ist eigentlich einfach beantwortet: Ab dem ersten Zahn. Wobei für die ersten kleinen Zähnchen im Prinzip das berühmte angefeuchtete Wattestäbchen reicht. Außerdem gibt es natürlich spezielle Babyzahnbürsten. Die zum „über den Finger streifen“ kann ich allerdings aus Erfahrung weniger empfehlen – kaum zu glauben, wie scharf die kleinen Zähnchen schon sein können …

Mit dem Kind frühzeitig Zähne zu putzen, ist schon allein deshalb sehr sinnvoll, weil es sich so an die unangenehme Prozedur frühzeitig gewöhnt.

Was viele Eltern (so auch wir damals) allerdings nicht wissen: Ein kleines Kind, das ja meist noch Flouridpräparate bekommt, muss nach verbreiteter kinderärztlicher Sicht noch keine Zahnpasta benutzen, schon gar keine mit Fluorid. Die Gefahr, dass das Kind die Zahnpasta verschluckt, statt sie auszuspucken, ist groß. Erst wenn das Kind selbstständig ausspucken kann, sollte man mit (fluoridierter) Zahnpasta beginnen.

Die Ansicht „macht alles nichts, die fallen ja eh raus“ ist zwar weit verbreitet, aber falsch. Denn wenn erst einmal Karies im Mund ist (bzw. die dafür hauptverantwortlichen Streptokokken), betrifft das meist auch die „richtigen Zähne“. Auch wenn es oft schwerfällt: Um eine Ansteckungsgefahr zu vermeiden, sollte man darum auch möglichst nicht vom selben Löffel essen oder aus demselben Glas trinken wie der Nachwuchs.

Und noch ein Tipp: Wie ich im Bekanntenkreis einige Male erlebt habe, raten manche Zahnärzte schon in sehr frühem Stadium von Karies (Entkalkung) zu einer Füllung. Das ist nicht unproblematisch, weil die Behandlung bei unter Fünfjährigen unter Vollnarkose erfolgt. Es empfiehlt sich dann, eine Zweitmeinung einzuholen – oft sind nämlich auch andere Behandlungsmethoden erfolgversprechend und lange nicht so riskant, beispielsweise das Aufbringen von speziellem Fluorid auf den betroffenen Zahn.

Bild: © Yantra

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Babys erste Mahlzeiten – Gläschen oder Selbstgekochtes?

Irgendwann um den sechsten Monat des Babys stellt sich die berüchtigte Grundsatzfrage: Koche ich selbst oder füttere ich Babys erste Mahlzeiten aus dem Gläschen?

Für beide Varianten gibt es gute Argumente. Selbstgekochtes vermittelt das gute Gefühl, ganz genau zu wissen, was „drin“ ist und wie es verarbeitet wurde. Außerdem schmeckt es intensiver nach den verwendeten Inhaltsstoffen. Das Gläschen wiederum ist simpel, praktisch und, z.B. bei längeren Reisen, besser haltbar.

Andere argumentieren, dass fertige Babynahrung so gut auf Schadstoffe geprüft wird, wie es daheim niemals möglich ist. Andererseits hat man den vielen Glasmüll rumstehen und vielleicht Angst, dass im Deckel Stoffe wie Semicarbazid enthalten sein könnten.

Welche Lösung man für sich selber findet, hängt von den ganz individuellen Bedürfnissen von Eltern und Kind ab. Während der eine vielleicht mit Freude selber kocht, ist es für die andere eine große Erleichterung, nur ein Gläschen aufmachen zu müssen.

In den meisten Fällen wird beides der Fall sein und Selbstgekochtes und Gläschen lassen sich ja durchaus gut kombinieren – mal ein selbstgekochtes Apfelmus, mal ein bisschen „Karotte mit Kartoffel“ aus dem Gläschen, je nach Zeit und Lust.

Diesem Baby schmeckt's

Beachten muss man bei beiden Varianten ein paar Punkte. Wer Gläschen füttert, sollte nicht unbedingt auf Herstellerangaben wie „ab dem 4. Monat“ achten. Kinderärzte empfehlen zumeist, nicht vor dem 6. Monat (also 5 Monate +) mit der Beikost zu beginnen, da ein allzu früher Start Darm und Nieren unnötig belasten kann. Auch ist es sinnvoll, einen Blick auf die Inhaltsstoffe zu werfen, denn oft steht bei einer Angabe wie „Apfel mit Banane“ an erster Stelle Apfel, an zweiter Getreide und an dritter Banane. Das muss nicht unbedingt schlecht sein, aber für jüngere Kinder ist es sinnvoll, darauf zu achten, dass zunächst nur sehr wenige Inhaltsstoffe enthalten sind und Getreide erst ab 6 Monaten gegeben wird. Das verringert die Gefahr von Allergien und Unverträglichkeiten.

Mütter und Väter, die selber kochen, sollten ein wenig naturreines Rapsöl oder ein spezielles Babyöl zugeben und etwas später zudem ein bis zwei Löffelchen Vitamin C-haltigen Saft (Apfelsaft o.ä.) zur Verbesserung der Eisenaufnahme.
Eventuell muss man sehr lange pürieren oder spezielle Geräte anschaffen – Karotte, Pastinake und Apfel widersetzen sich oft sehr standhaft, während Kürbis, Kartoffeln, Zucchini und Birnen recht gut „matschen“.

In beiden Fällen, Gläschen wie Selbstgekochtem, empfiehlt es sich, die Lebensmittel einzeln nach und nach einzuführen, also z.B. zuerst Karotten, dann Kürbis oder Pastinake, nach einiger Zeit Apfel, Banane und Zucchini und etwas Fleisch. Außerdem ist es sinnvoll, bevorzugt zu Bio zu greifen (Stichwort Nitratgehalt).

Allzuviel Panik um die „optimalen“ Nähr- und Inhaltsstoffe ist aber nicht angebracht. Wie der Name schon sagt, handelt es sich in der ersten Zeit ohnehin um „Beikost“, also Kost, die zusätzlich zur Muttermilch gegeben wird. Und diese versorgt das Baby immer noch bestens mit so ziemlich allem, was es braucht.

Und schlussendlich läuft sowieso vieles anders als geplant. Ich hatte den festen Vorsatz, selbst zu kochen. Leider fand mein Sohn alles, was nicht mindestens durch ein Tuch passiert war „Bäh“. Und da mir das Gebatze mit einem Küchentuch dann doch zuviel war, hat er die ersten drei Monate Beikost  v.a. Gläschen bekommen. Und hat, allen Unkenrufen aus Verwandt- und Bekanntschaft zum Trotz, trotzdem gerne Selbstgekochtes gegessen, sobald ausreichend Zähne vorhanden waren.

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Was tun bei wundem Po?

Schnell ist’s passiert: Eine längere Bahn- oder Autofahrt, ein bisschen zu viel Fruchtsaft, einmal nicht aufgepasst und Babys Po ist rot und wund. Das passiert so ziemlich allen Eltern mal und ist kein Grund zum Verzweifeln. Um dem Kleinen zu helfen, gibt es jede Menge Tipps und Tricks.

Bild © Gabees – Fotolia.com

Häufig wickeln ist so ein Grundsatz, den man dann meist hört und liest. Der ist zwar gut, aber noch wesentlich besser ist, sooft wie möglich nicht zu wickeln. „Unten ohne“ ist einer der wirksamsten Tipps gegen wunde Stelle und Hautrötungen, da das feuchte, luftundurchlässige Klima in den Windeln das Rotwerden fördert und das Abheilen erschwert. Damit das ein oder andere Malheur dabei nicht ganz so schlimm ausfällt: Mullwindeln unterlegen oder Kindern, die schon laufen oder krabbeln ein Baumwoll-Unterhöschen anziehen.

Für die Nacht habe ich beste Erfahrungen mit einer Stoffwindel + Überhose aus Schafwolle gemacht. Diese Kombi lässt genügend Luft an den Po, wirkt aber manchmal wahre Wunder. Morgens ist es ein wenig feucht, da die Wollüberhose etwas Feuchtigkeit durchlässt, darum gilt auch hier: Mullwindel unterlegen. Die Schafwollüberhose ist leider ein bisschen aufwändig, da sie nach jedem zweiten Waschen neu gefettet werden muss, aber bei wundem Po lohnt es sich. Hersteller raten, dazu dann keine Zinksalbe verwenden, die mit meist hohem Paraffingehalt wenig Luft an den Po lässt.

A propos Schafwolle: Viele Hebammen schwören auf „Heilwolle“, also ungewaschene (aber natürlich gereinigte) Schafwolle mit hohem Lanolingehalt. Diese kann, gerade nachts, direkt auf die wunden Stellen gelegt und beim nächsten Wickeln gewechselt werden.

Auch eine der üblichen „Brustwarzensalben“ mit hohem Lanolingehalt kann gut helfen, ebenso wie Ringelblumen- und Fenchelsalbe. Mein spezieller Tipp war immer ein Vogelmierenbalsam (eigentlich ein Tipp meiner Großmutter), den es in einigen Klosterläden noch gibt. Dabei aber auf die Inhaltsstoffe achten, es sollte nichts enthalten sein als Vogelmierenextrakt, natürliche Öle und eventuell etwas Ringelblume. Generell gilt: Nicht zuviel cremen , viel frische Luft (und die soll direkt an die wunden Stellen kommen und nicht nur an die Creme).

Wenn nach 3 Tagen noch nichts besser ist oder zusätzlichen noch Pusteln auftreten (Pilz!), heißt es natürlich zum Kinderarzt gehen. Dieser wird meist eine Zinksalbe aufschreiben, bei einer echten Windeldermatitis dann doch unvermeidlich.

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