Liebkind

Mode mit Gewissen

Unsere Marken und Labels entwerfen und produzieren Mode mit Verantwortung für Babys und Mamas, die stylish und fröhlich ist.
Unsere Philosophie ist sehr simpel: wir wollen unseren Müttern und Vätern Marken und Labels bieten, die wunderschön sind, Fair Trade und wann immer möglich aus ökologischen Materialien bestehen. Unsere Lieferanten haben alle den Willen und das Engagement richtig zu handeln und ökologisch und sozial Verantwortung zu übernehmen.
Wir wollen sichergehen, dass bei der Herstellung unserer Babykleiung und Mamakleidung keine Kinderarbeit involviert ist, dass die Arbeiter fair bezahlt werden und dass die Umwelt nicht durch giftige und gefährliche Abwässer und Substanzen belastet wird. Und dafür tun wir alles was uns möglich ist.
Unsere Marken und Labels engagieren sich und kümmern sich. Sei es sozial oder ökologisch. Engagement vereint unsere Lieferanten.

Nachhaltige Textilien

Besonders in der Modeindustrie treten Mißstände immer öfter an die Öffentlichkeit. Große Bekleidungshersteller müssen sich mit Vorwürfen der Kinderarbeit auseinandersetzen und aufgeklärte Verbraucher wissen, dass in der konventionellen Bekleidungs,- und Rohstofferzeugung die Verfahren oft nicht Umwelt schonend sind, sondern gefährlich für Mensch und Natur!
Ein Bekleidungsstück durchläuft in seinem Produkt Lebenszyklus mehrere Stadien, die alle in Betracht gezogen werden müssen um ein nachhaltiges Produkt zu garantieren. Nicht nur der Anbau, sondern auch alle weiteren Prozesse, die ein Textil durchläuft sind relevant.

Naturfasern

 

Im konventionellen Anbau und der Ernte der Baumwolle ist Mensch und Natur erheblichen Belastungen ausgesetzt.  Auch in den weiteren Verarbeitungs-, und Veredelungsschritten ist der große Chemikalieneinsatz und unsachgemäße Handhabung und Entsorgung oftmals verheerend.
Die Tedxtilindustrie ist eine der größten Umweltverschmutzer der Welt. Insgesamt werden weltweit circa 1/4 der eingesetzten Insektizide und 10% der Pestizide im konventionellen Baumwoll Anbau eingesetzt. Im Lebenzkylus der Baumwolle werden circa 8000 Cheimkalien eingesetzt um das Rohmaterial Baumwolle in Kleidung, Handtücher, Bettwaren usw. zu verwandeln. Alles was wir am Körper tragen. Bestimmte Pestizide, die in Entwicklungsländern zum Anbau der Baumwolle benutzt werden, verursachen schlimme gesundheitliche Schäden bei den Baumwoll Arbeitern und Bauern. Um uns und unsere Umwelt zu schützen, ist es wichtig sich nach einer Alternative zu konventioneller Baumwolle umzusehen.

Belastung Umwelt

- Baumwolle ist die am meisten mit Chemikalien behandelte Naturfaser überhaupt (25% of the der in der Welt eingesetzten Insektizide und 10% der eingesetzten Pestizide landen auf der Baumwolle, obwohl Baumwolle nur auf 3% des weltweiten Ackelandes angebaut wird)
- Eingesetzte Pestizide und chemische Dünger gelangen ins Grundwasser und schädigen die Umwelt
- Welkmittel, die auf großen Plantagen zum Einsatz kommen, stellen eine große Belastung für die Umwelt dar
- Der Baumwollanbau erfordert intensive Bewässerung vor allem zu Beginn des Wachstums, oftmals führt dies zu einer Versalzung der Böden und damit Versteppung weiter Landstriche (Vertrocknung des Aralsees)
- Riskant einzustufen ist auch die Verwendung von Azo Farbstoffen in der Veredelung von Textilien, in D seit 20 Jahren verboten, Lieferanten aus dem Ausland sollten aber sorgfältig auf die Vermeidung dieser krebserregenden Farbstoffe überprüft werden. Enthaltene Schwermetalle, die in den Wasser Kreislauf  eindringen schädigen die Umwelt und stellen eine hohe Anforderung an eine fachgerechte Entsorgung (vor allem im Ausland)
- Eine effektive Wasserreinigung muss bei Färbe Prozessen sichergestellt sein um die Umweltbelastung zu minimieren

Belastung Mensch

- Leben Menschen nahe den Plantagen, leiden diese zu 80% an Krankheiten, die durch aufgewirbelete Insektizide, Dünge-, und Welkmittel verursacht wurden.
- Färben: Azo Farbstoffe dürfen nicht verwendet werden um Textilien zu färben oder zu bedrucken, da diese in Verruf stehen krebserregend zu sein
- Bleichen: Das Problem ist, dass weder Importeure von Baumwolle, noch der Verbraucher wissen oder erkennen kann was für eine Art von Bleiche eingesetzt worden ist. Chlorbleichen werden weltweit angewandt. Sie sind billig und leicht zu handhaben. Sind aber für die Arbeiter extrem gesundheitsgefährdend.
- Formaldehyd: diese Substanz ist ein hervorragendes Mittel gegen Bakterien- und Pilzbefall und daher als Konservierungstoff für weite Schiffstransporte sehr geeignet. Ausserdem findet Formaldehyd Anwendung in der Knitterfrei Ausrüstung.
Untersuchungen haben in der Vergangenheit gezeigt, daß pflegeleichte Textilien zum Teil sehr viel Formaldehyd beim Tragen abgeben. Formaldehyd ist in Verruf geraten, da es zu den 10 Substanzen gehört, die am häufigsten Allergien hervorrufen. Wichtig ist im Bezug auf Baby,- und Kinderkleidung auf Formaledyhdfreie Verfahren zu wechseln und die Qualität der Veredelung zu verbessern.

Ökologisch angebaute Baumwolle bedeutet:

- Kein Chemikalien Einsatz (keine Pestizide, Herbizide, Insektizide und Welkmittel) beim Baumwollanbau und der Ernte. So wird die Umwelt geschützt und die Gesundheit der Farmer, die oft ungeschützt mit - bei uns längst verbotenen - Pestiziden (Lindan) arbeiten und erhebliche gesundheitliche Belastungen davon tragen
- Keine Verschuldung der kleinen Bauern, die Kredite aufnehmen müssen um die teuren Pestizide zu kaufen
- wechselnde Fruchtfolge um die Bodenfruchtbarkeit natürlich aufrechtzuerhalten, anstelle von chemischen Düngern im Monokultur Anbau
- es wird mit natürlichen Feinden der Insekten gerabeitet um so chemische Insektizide zu vermeiden

Bambusfasern

Die Bambus Pflanze benötigt erstmal keine Pestizide oder Dünger, sogar kaum Wasser um zu wachsen. Bambus wäscht in der Regel sehr schnell, mit einer großen Ausbeute an Fasermaterial. Da bei der Ernte die Wurzeln nicht ausgerissen werden, wird die Bodenfruchtbarkeit stabil gehalten.
Dennoch sind chemische und mechanische Prozesse notwendig um aus dem Bambus eine Faser zu gewinnen. Vergleichbar mit Viskose und dem entsprechenden Verfahren. Wichtig ist aber auch hier, Transparenz im Herstellungsprozess und Einleiten von Verbesserungen wenn nötig um Umweltbelastungen so gering wie möglich zu halten.

Alternative Fasern

Viskose und Modal


- Viskose und Modal sind die beiden wichtigsten zellulosischen Chemiefasern (Regeneratfasern) die heute auf dem Markt sind.
- Für die zellulosichen Regeneratfasern bilden nachwachsende Rochstoffe wie Holz oder Abfälle der Baumwollindustrie die Grundlage. Etwa 4 % des Holzeinschlags für die Zellstoffgewinnung gehen in die Faserproduktion, der Rest wird für die Welterzeugung von Papier und Pappe benutzt.
- Viskose und Modal sind Naturprodukte, die allerdings einer energieaufwendigen Umwandlung mit Hilfe von Chemikalien bedürfen.
- In den letzten Jahren wurden aber diese Verfahren so weit optmiert, das von einer wesentlich umweltfreundlicheren Produktion auszugehen ist.
- Experten sagen den Zelluloseregeneraten eine gute Zukunft voraus, besonders im Hinblick auf Umweltverträglichkeit. Erfolgversprechende Anbauversuche mit schnellwachsenden Holzarten, wie Pappeln, Kreuzungen von Pappeln mit Weiden, oder Kiefern in anderen Klimazonen, garantieren genügend nachwachsende Rohstoffe.
- Pilotprojekte, die seit einigen Jahren laufen haben eine umweltfreundlichere Zellstoffproduktion zum Ziel haben und arbeiten mit chlorfreien bzw. chlorarmen Bleichverfahren

Tencel


- Eine der neusten Entwicklungen im Bereich Zellulosefasern, ist das umweltfreundliche Lyocell-Verfahren Tencel wird ebenfalls aus dem nachwachsendem Rohstoff Holz gewonnen
- Das zu Erspinnung verwendete Lösungsmittel ist ungiftig und fast komplett wieder verwendbar, d.h. es wird immer und immer wieder in einem geschlossenen System zu Herstellung der Faser verwendet.
- Die so gewonnenne Faser, nennt man Lyocell oder auch Tencel, sie hat eine außerordentliche Stabilität und Festigkeit, ähnlich der Baumwolle, und ist die erste Faser, mit der Denim - Look erzielt werden kann. Es entsteht ein Oberstoff, der eine verblüffende Blue-Jeans-Optik hat, aber den Griff und Fall von gewaschener Seide. Der Stoff ist beanspruchbar und kann problemlos stone- oder sandwashed behandelt werden.
- Tencel wird zur Verbesserung der Trageeigenschaften auch in Mischungen mit Naturfasern eingesetzt, diese Faser ist biologisch abbaubar, pfelgeleicht und atmungsaktibv

Wir von Liebkind fördern:

- Gewinnung der Rohstoffe, wie der Baumwollfaser ohne chemische Belastung und Gefährdung von Mensch und Umwelt, d.h. Verzicht auf Pestizide und Welkmittel, wie auch auf chemische Dünger; Umweltfreundliche Herstellung und fachgerechte Entsorgung von Chemikalien und Abwässern, auch bei der Herstellung von alternativen Fasern
- umweltschonende und gesundheitsfreundliche Weiterverarbeitung und Veredelung der Produkte, wie der Verzicht auf Formaldehyde bei einer Kintterfreiveredelung oder beim Transport, Farbstoffe ohne Schwermetallbelastung, umweltschonende und fachgerechte Entsorgung der Abwässer, Verzicht auf Clorbleichen
- Lange Gebrauchsdauer unserer Produkte, d.h. der Baby Strampler soll auch für das nächste Kind noch tragbar sein
- Wiederverwertungs bzw. Recyclefähigkeit der Produkte
- Soziale Aspekte in der Herstellung, d.h. angemessene Bezahlung, soziale Absicherung, keine gesundheitlichen Risiken, keine Kinderarbeit

Fairer Handel

Wir von Liebkind glauben, die Armut der „Dritten Welt“ kann durch Handel bekämpft werden. Und zwar durch fairen Handel. Wir unterstützen Labels, die durch Fair Trade Projekte ihre Kollektionen produzieren lassen. Labels, die sich engagieren, damit die Arbeiter, einen anständigen Preis für Ihre Arbeit gezahlt bekommen, damit sie sich und ihren Kindern eine Existenz aufbauen können. Labels für die nicht der Preiskampf und das billigste Angebot im Vordergrund steht, die so wenig bezahlen, dass die Arbeiter unter dem Existenzminimum leben und um überhaupt ihre Familie ernähren zu können, ihre Kindern in die Fabriken und auf die Felder schicken müssen! Wir wollen so unseren Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung und sozialen Gerechtigkeit leisten.