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Babys und Mamas im 5.-7. Monat
Start in die Breikost
Als Eltern steht man ab einem gewissen Zeitpunkt vor den Regalen mit Baby Nahrung, bestückt mit vielen Gläschen und Breipackungen unterschiedlicher Firmen. Es wird schon alles richtig sein, was hier alles angeboten wird, denkt man sich. Aber ist der richtige Zeitpunkt wirklich schon nach den 4. Monat oder ab dem 5. Monat?
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Nach heutigen Erkenntnissen weiß ich, dass es am besten ist, mindesten 6 Monate voll zu stillen, auch bei Flaschennahrung empfehle ich diesen Zeitraum von 6 Monaten, ohne Zusatznahrung einzuhalten.
Erst nach dem 6. Lebensmonat sollte man damit beginnen, feste Nahrung, d.h. Beikost einzuführen. In diesem Alter ist die Darmschleimhaut des Säuglings gut ausgebildet, Allergene aus der Nahrung können nicht mehr so leicht eindringen und das Kind sensibilisieren. Als Hebamme liegt mir ausserdem viel daran, den unerfahrenen Eltern Allergiephrophylaxe ans Herz zu legen. Ob familiäres Allergierisiko oder nicht. Heutztage sind alle Kinder gefährdet.
Vorbeugen ist wichtig! Das Allergierisiko wird geringer und das Heilen wird gegebenenfalls einfacher.
Zwischen dem 5. und dem 7. Monate erlischt bei Babys allmählich der Saug-und Schluckreflex, der Säugling kann – zunächst mit Unterstützung – aufrecht sitzen und kann seine Kopfhaltung kontrollieren. Mit 6 – 8 Monaten beginnt das Kind seine ersten Kaubewegungen. Gegen Ende des ersten Lebensjahres kann das Kind in der Regel selbstständig Nahrung zum Mund führen und eine Tasse halten.
Sie können anfangen Ihrem Kind feste Nahrung zu geben, wenn es:
- Interesse daran zeigt was andere Menschen essen
- den Mund bewegt, wenn es andere Menschen beim Essen beobachtet
-immer noch Hunger hat nachdem es eine große Menge Muttermilch oder Fertigmilch bekommen hat
- seine Zunge nach einem Löffel ausstreckt, wenn Sie es zu füttern versuchen
- zum Essen seine Unterlippe einzieht, anstatt sie vorzustrecken
- seinen Kopf selbst hoch hält
- mit etwas Hilfe aufrecht sitzt
Das wichtigste - Sie sollten Ihr Kind zu Beginn langsam an feste Nahrunge heranführen. Führen Sie neue Speisen unbedingt nacheinander ein und nicht aufeinmal ein. Sie sollten Ihrem Kind pro Woche nicht mehr als ein neues Nahrungsmittel geben. So haben Sie Zeit, zu sehen ob Ihr Kind auf bestimmte Speisen allergisch oder empfindlich reagiert. Allergische Reaktionen auf Nahrungsmittel äußern sich gewöhnlich in Form eines Hautausschlags im Gesicht oder im Windelbereich, durch Erbrechen oder Durchfall.
Säuglinge brauchen auch weniger Zucker und weniger Salz als Erwachsene. Fügen Sie also dem Essen weder Zucker noch Salz zu, auch wenn die Mahlzeit für Sie fade schmeckt.
Geben Sie zu Beginn Ihrem Kind die Nahrung immer mit dem Löffel und nicht mit der Flasche.
Wie mit Brei anfangen?
Am Besten starten Sie mit Gemüse und beginnen mit wenigen Löffelchen. Ihr Baby muss jetzt lernen feste Nahrung zu sich zu nehmen. Es kann sein, dass es die ersten Male den Brei mit der Zunge wieder herausschiebt. Nur Geduld!! Ihr Kind wird es langsam lernen. Einfach wieder probieren. Ihr Baby darf sich nach den paar Löffelchen wieder an der Brust oder mit dem Fläschchen satt trinken.

Kleiner Fahrplan für die Einführung der Beikost
1. Woche
Starten Sie mit einem Gemüse, wie Karotten oder Kürbis, da diese leicht süsslich schmecken. Karotten werden empfohlen, da selten über eine Karotten Unverträglichkeit berichtet wird. Gut geeignet ist aber auch Pastinake, Fenchel , Blumenkohl oder Zucchini.
Fangen Sie zuerst mit 2-3 Löffelchen an . Ihr Baby darf sich danach an der brust oder mit dem Fläschchen satttrinken. Steigern Sie die Menge jeden Tag, über eine Woche hinweg, um 1-2 Löffelchen. Ihr Kind wird immer weniger Milch danach trinken wollen. Wenn Ihr baby schließlich circa ein halbes Gläschen Gemüsebrei isst (ca. 100g), können Sie ein zweites Gemüse einführen.
2. Woche
Hier wird ein Gemüse Kartoffelbrei empfohlen. Kartoffeln sind sättigend und werden gut vertragen. Nehmen Sie sich das Gemüse mit dem Sie gestartet haben und mischen Sie Kartoffeln dazu. Ihr Baby wird sich so langsam an den Geschmack neuer Zutaten gewöhnen. Natürlich können Sie auch Gläschen kaufen.Auch Hier sollten Sie die Menge über eine Woche verteilt um ein paar Löffelchen steigern, bis Ihr Kind ca. 150g zu sich nimmt.
3. Woche
Wenn Ihr Baby dies gut vertragen hat, können Sie in der dritten Woche, den Gemüse-Kartoffel-Brei mit ein bischen Fett (Rapsöl, Maiskeimöl) ergänzen. Beginnen Sie aber höchstens mit 1 TL.
4. Woche
Wenn Ihr Baby nun den Gemüse Kartoffel Brei gut vertragen hat können Sie in der vierten Woche den Brei um 20gramm möglichst fein püriertes Fleich ergänzen. Ideal ist fettarmes Fleich geeignet, wie Pute oder Rindfleisch.Sie können sich reine Fleischgläschen mit den Gemüsegläschen kaufen und anfangs nach den oben beschriebenen Mengenangaben mischen, wenn Sie nicht selber kochen.
Einfache Breirezepte
Rezept für 1 Portion Karottenbrei

1 junge Karotte (am Besten aus biologischen Anbau)
Karotte waschen, schälen und anschließend klein schneiden. In ein paar Löffeln Wasser weich dünsten und abgießen.
Die Karotte zusammen mit etwas abgekochtem Wasser zu einem sähmigen Brei fein pürieren.
Genau das gleiche gilt für jedes andere Gemüse, wie Zucchini oder Kürbis.
Rezept für 1 Portion Gemüsebrei

1 Kartoffel (ca 50g)
100g Karotten
½ TL Rapsöl
Kartoffel und Karotten waschen, schälen und klein schneiden. In wenig Wasser weich kochen und anschließend das Wasser abgießen.
Das Fleisch in einem extra Topf mit wenig Wasser gar dünsten. Danach alles zusammen mit etwas abgekochten Wasser fein zu einem sähmigen Brei pürieren.
Zum Schluss das Öl hinzugeben.
Tipp
Nicht das Öl vergessen – es ist besonders wichtig als Energielieferant und ausserdem können so die fettlöslichen Vitamine in den Karotten auch aufgenommen werden .







