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Babys und Mamas im 1.Monat
Das Füttern mit der Flasche

Drehen Sie das Baby so zu sich, dass Augenkontakt möglich ist. Wechsel sie von Mahlzeit zu Mahlzeit die Seite. Dadurch kann die Augen-Hand-Koordination des Kindes gefördert werden. Füttern Sie ihr Kind nach Bedarf. Einen festen Rhythmus entwickeln Kinder erst nach Wochen oder erst nach einigen Monaten. Ihr Baby braucht immer gleich Nahrung, wenn es Hunger hat. Schon bevor ihr Baby anfängt zu weinen, gibt es Ihnen deutliche Zeichen. Es fängt vielleicht an zu schmatzen oder es ballt die Finger zu Fäusten und das auch manchmal noch bei geschlossenen Augen.
Schieben Sie den Sauger nicht gleich in den Mund ihres Babys, sondern berühren zu Beginn der Mahlzeit die Lippen und warten Sie, bis es den Sauger einsaugt. Wichtig ist das Sie beim Sauger auf ein kleines Loch achten. Die Flasche halten Sie dabei immer schräg in der Hand und der Sauger sollte immer mit Nahrung gefüllt sein , damit ihr Baby keine unnötige Luft schluckt. Eine Mahlzeit kann bis zu 20 Minuten dauern. Nach dem Trinken, halten sie ihr Kind aufrecht, so dass es ein Bäuerchen machen kann.Infos für Zuhause
Sie benötigen ca. 6 Flaschen und Sauger. Das Loch im Sauger sollte nur so groß sein, dass ein Tropfen pro Sekunde heraustropft.
Nach jedem Gebrauch müssen Flasche und Sauger gereinigt werden! Reinigen sie diese mit Spülmittel und heißem Wasser, benutzen sie dafür eigens angeschaffte Flaschenbürsten. Anschließend spülen sie alles mit klarem Wasser aus. Im 1. Lebenshalbjahr sollten sie die Flaschen und Sauger mindestens einmal pro Tag sterilisieren. Nach 6 Monaten reicht es bei gesunden Kindern mit der Reinigung aus. Die gereinigten Flaschen und Sauger können sie in einen Topf mit kochenden Wasser oder einem Vaporisator sterilisieren (s. Gebrauchsanleitung). Im Topf sollten die gereinigten Gegenstände bedeckt sein. Deckel auf den Topf und gut 5 Minuten kochen lassen. Sollten sie die Gegenstände nicht gleich wieder benötigen decken sie diese mit einem sauberen Tuch ab.
Für die Zubereitung kochen sie Leitungswasser ab. Wasser aus Bleileitungen sollten sie nicht verwenden. Das Wasser sollten sie auf ca. 40-50 Grad abkühlen lassen. Beachten sie bitte die Zubereitungsanleitung auf der Nahrungsverpackung. Die Milch sollte genau nach Anleitung Zubereitet werden. Es kann sonst ihr Kind krank werden. Die abgemessene Milchpulver Menge geben sie zu dem abgemessenen Wasser dazu, verschließen die Flasche und schüttel so lange bis sich das Pulver vollständig auf gelöst hat. Achten sie bitte darauf dass sich die Milch auf Körpertemperatur abgekühlt hat (37 Grad) bevor sie es füttern. Zubereitete Flaschen sollten nicht länger als 45 Minuten warm gehalten werden und nach einer Stunde nicht mehr verfüttert werden. Milch darf auch nicht wieder aufgewärmt werden. Benutzen sie zur Zubereitung bitte nie die Mikrowelle, da diese ungleichmäßig aufheizt und somit zu Verbrühungen führen kann.
Für unterwegs füllen sie sich (eigens dafür angeschafft) abgekochtes Wasser in eine Thermosflasche und messen sie sich das Pulver in ein sauberes Gefäß ab. So können sie die Nahrung für ihr Baby frisch zubereiten!
Trinkbedarf:
2. Woche 450-600 ml = 5-8 Mahlzeiten
3. Woche 500-650 ml = 5-7 MZ
4. Woche 550-700 ml = 5-6 MZ
6.-8. Wochen 700-850 ml = 5-6 MZ
3-4 Monate 750-900 ml = 5 MZ
5 Monate 700-850 ml = 4-5 MZ
6 Monate 500-600 ml = 4 MZ
(Danach beginnen sie mit der Beikost. Bei Fragen wenden sie sich an ihre Hebamme evtl. an ihren Kinderarzt.)
Bei Flaschen Nahrung sollte ihr Baby mindestens 6 nasse Windeln haben und einmal am Tag Stuhlgang.
Stillen

Ein Baby zu stillen ist das natürlichste von der Welt. Das merken sie schon 3-4 Tage nach der Geburt ihres Kindes, den da füllen sich ihre Brüste mit Milch.
Stillen ist gut für das Kind:
-Der Eiweißgehalt in der Vormilch (Kolostrum), hilft dem Kind das Kindspech (Mekonium/erster Stuhl) leichter und schneller abzuführen. Das Neugeborene leidet so seltener an einer Neugeborenengelbsucht.
-Die Muttermilch hat immer die Richtige Temperatur , ist frisch, sofort verfügbar und in der richtigen Menge vorhanden
-Muttermilch enthält in den ersten Lebensmonaten genau das was Ihr Kind bracht.
-Muttermilch enthält Abwehrstoffe die ihr Kind vor Infektionen schützt
-Muttermilch ist leicht verdaulich, eine gute Darmflora wird aufgebaut.
-Es kommt seltener zu Magen-Darm-Störungen
-Muttermilch stärkt das Immunsystem ihres Kindes
-Sie sparen Geld
-Die Bindung zwischen Mutter und Kind wird gefördert
Stillen ist gut für die Mutter:
-durch die Hormonausschüttung beim Stillen, zieht sich die Gebärmutter schneller zusammen und der Blutverlust ist nicht so hoch.
-Stillen fördert das seelische Gleichgewicht, durch die Stillhormone.
-das Brustkrebsrisiko verringert sich.
Das korrekte Anlegen Ihres Neugeborenen
Das Stillen, ist ein Lernprozess. Es ist eine natürliche Sache, dennoch eine Kunst. Und wie bei jeder Kunst, braucht es etwas Übung. Weil viele Stillprobleme durch das richtige Anlegen vermeidbar sind lassen sie sich von einer Hebamme helfen. Diese kann ihnen das korrekte Vorgehen und verschiedene Stillpositionen zeigen.

Hiermit ein paar Tipps um das Anlegen zu erleichtern
-Achten sie auf eine bequeme Haltung. Füße dazu auf den Boden und stützen sie ihren Rücken gut ab. Im Liegen stützen sie ihren Kopf durch ein Kissen.
-Ihr Baby halten sie immer so zum Körper das sich eine Linie ergibt zwischen Ohr, Schulter und Hüfte des Babys. Man kann auch Bauch zu Bauch sagen. Sein Kopf wird an der Schädelbasis gestützt und leicht nachhinten geneigt.
-Ihre Brust halten sie im sogenannten C-Griff d.h. mit dem Daumen oberhalb der Brust und die anderen Finger unter der Brust. Den Warzenhof lassen sie dabei frei.
-Zum Anlegen fahren sie mit ihrer Brustwarze über die Oberlippe nach unten. Wenn das Kind den Mund weit aufmacht, ziehen sie es zu sich heran. Das Kinn und die Unterlippe sollen ihre Brust zuerst berühren. Das Kind spürt dann Ihre Brustwarze im Mund und kann anfangen zu saugen.
-Ihr Baby saugt dann korrekt, wenn es den Mund weit geöffnet , seine Lippen nach außengestülpt und so viel wie möglich an Brustgewebe im Mund hat.
- Sie spüren bei den ersten Zügen ein Ziehen, was dann nach kurzer Zeit angenehm und nicht schmerzhaft sein soll.
- Ihr Kind wird sich dann von alleine von der Brust lösen. Wenn sie ihr Kind eher von der Brust lösen wollen, gehen sie vorsichtig mit dem kleinen Finger in den Mundwinkel und lösen somit das Vakuum.
Muss ich die Brust besonders pflegen beim Stillen?
Es gibt diesbezüglich nicht viel zu beachten. Der Körper der Frau hat von Natur aus keine besonderen Vorkehrungen getroffen. Eine ganz normale Körperhygiene ist ausreichend. Um wunde Warzen zu vermeiden, sollten Sie darauf achten, dass diese weich und geschmeidig bleiben, d.h. vor Wärme oder Nässe Stau oder auch vor Kälte zu schützen. Länger und andauerndes Wundsein lässt aber auch darauf schließen, dass etwas korrigiert werden muss. Ihre Brustwarze ist eingerissen, blutig und das Anlegen schmerzhaft?
Was können Sie tun?
- Handhygiene ist in diesem Fall sehr wichtig bevor Sie Ihre Brust anfassen
- Lassen Sie Ihre Stillposition und die Saugtechnik Ihres Babys von Ihrer Hebamme überprüfen
- Ziehen Sie Ihr Baby nicht vom Busen ab, sondern führen Ihren Finger in den Mundwinkel und lösen somit den Sog
- Empfehlenswert sind wechselnde Stillpositionen von Mahlzeit zu Mahlzeit, wie z.B. Wiegegriff, Rückgriff, im Liegen
- Stillen Sie ihr Baby öfter, dafür kürzer und achten Sie auf frühe Hungerzeichen und legen Sie die weniger wunde Seite zuerst an
- Durch sanfte Brustmassage vor dem Stillen lösen Sie den Milchspende-Reflex aus und können somit heftiges Saugen an der Brust vermeiden
- Nachdem Stillen lassen sie den Speichel und die Muttermilch antrocknen.
- Zusätzlich können Sie reine Lanolinsalbe verwenden, die Salbe muss aber vor dem nächsten Stillen entfernt werden
- Statt Lanolin empfehle ich gerne Hydrogelstilleinlagen, diese haben eine kühlende und heilende Wirkung
- Ist das Anlegen so schmerzhaft,dürfen Sie ruhig 400mg Ibuprofen bis zu 4 mal täglich einnehmen
- Sind die Warzen nicht nur schmerzhaft, sondern Ihr baby spuckt Blut, so empfiehlt sich vorübergehend elektrisch zu pumpen (mit soft Cup Ausfatz) und Ihr Neugeborenes mit dem Fläschchen zu füttern
Wochenbett - was ist das eigentlich?

Keine Angst. Sie müssen nicht wochenlang nach das Bett hüten. Vielmehr sind damit die ersten 6- 8 Wochen nach der Geburt gemeint. Ihr Baby ist frisch geboren und in Ihrem Körper muss sich erstmal alles wieder auf „nicht schwanger“ umstellen und das heißt in der Praxis oftmals eine Achterbahn Fahrt der Gefühle! Schuld sind die Hormone!
Sie könnten einfach mal drauf losheulen, wenn Sie Ihr Neugeborenes ansehen oder sind extrem gereizt. Keine Panik! Das wird wieder....Wochenbett sozusagen. Die Hormone müssen auch erst mal wieder auf „nicht schwanger“ zurück.
Ja und ausserdem bildet sich in dieser Zeit die Gebärmutter wieder auf seine „normal“ Größe zurück. 10 Tage nach der Geburt ist die Gebärmutter meist nicht mehr von aussen tastbar. Kurz nach der Geburt ist diese noch auf Nabelhöhe zu tasten gewesen.
Zum Wochenbett gehört auch der Wochenfluß. An der Stelle in der Gebärmutter, wo der Mutterkuchen war ist nun nach der Geburt eine Wundfläche. Und die blutet. Aber durch das Zusammenziehen der Gebärmutter wird auch die Blutung über diese Wochen immer weniger. In der Zeit des Wochenbetts werden Ihre Geburtswunden wieder heilen und Sie sollten sich doch noch ein wenig schonen. Wenn es geht holen Sie sich Hilfe ins Haus. Sie sollten jetzt vor allem Zeit für sich und Ihr Baby haben....Genießen Sie es, ihr Baby wird so wahnsinnig schnell groß werden!







